Mittwoch, 25. November 2009

Ein Taufkleid für Nina

Sodelle... in den letzten zwei Wochen habe ich am Taufkleid für Nina herumgewerkelt - der zweite Punkt auf meiner To-Do-Liste. Die Taufe ist zwar erst Anfang nächsten Jahres, da die Zeit allerdings zur Zeit recht knapp ist, habe ich es schon jetzt in Angriff genommen.



Die Farbe weiß ist wirklich schwierig zu fotografieren, aber ich hoffe, ihr bekommt trotzdem einen kleinen Eindruck vom Taufkleid. Entstanden ist das Taufkleid nach dem Modell 130/131 Burda 8/2007, allerdings mit Änderungen: Wir wollten keine Puffärmel und auch keinen Bubikragen - der klappt in der Regel nur hoch und ist somit vollkommen unpraktisch. Wir haben da schon gewisse Erfahrungen gemacht... Zurück zu den Ärmeln, die sind von einem Ottobreschnitt gemopst, ich meine es war ein Fleeceshirt und drangebastelt. Und zusätzlich ... Biesen am Saum.

Der Stoff ist übrigens zart, weichfallend, Batist ähnlich und wie so oft bei weißen Stoffen auch etwas durchscheinend.

Und hier noch ein paar Details:


Stickerei Ton in Ton und Satinschleife


Die Knöpfe sind mit dem Stoff des Taufkleides bezogen. Passende Knöpfe zum Stoff zu finden ist praktisch unmöglich, in der Regel haben sie alle einen Gelbstich. Der Besatz geht anders als bei Burda auch im Rockteil durch.


Ein Blick ins Innere

Da ich genügend Stoff habe und ich das Durchscheinen ein wenig mindern wollte, habe ich den gleichen Stoff als Futter verwendet. An Ärmeln und Oberteil sind beide Lagen als eine verarbeitet. Die Ärmel haben zusätzlich eine französische Naht bekommen. Die Ärmelkanten sind mit einem Besatz eingefasst und mit einem Zierstich verziert. Leider konnten wir dieses Detail nicht vernünftig einfangen - sorry. Armausschnitt, Ausschnitt und Rockansatz sind mit einem Schrägband eingefasst. Erst mit der Maschine aufgenäht und dann per Hand festgenäht. Schließlich soll das Kleid auch von innen ordentlich aussehen.

Und als letztes: die Saumkante und der Besatz an der Längskante von innen. Auch hier sind die Saumkante des Oberstoffes sowie der Besatz von Hand unsichtbar festgenäht. Das klappt mit einer Perlennadel und Maschinenstickgarn sehr gut. Damit der Saum schön fällt, habe ich das Futter ganz normal etwas kürzer genäht.

So... und als nächstes... ist mal wieder etwas für mich dran!


Dienstag, 3. November 2009

Babyschlafsack Burda 12/2006 der II. - Finale

Als nächstes geht es an den Reißverschluß.


Oberstoff und Volumenvlies vorher zusammenheften, um es insgesamt als eine Lage zu verarbeiten. Der Reißverschluss wird als erstes auf die Nahtzugabe des Oberstoffes geheftet. Bei dem Bild oben war ich mir noch nicht ganz schlüssig, ob ich die obere Kante vom Schlafsack einfassen oder verstürzen soll. Im nachhinein habe ich mich dann für letztere Variante entschieden. Hierzu muß allerdings das Reißverschlußende zur Nahtzugabe hin geklappt werden.

Dann den Futterstoff darüberheften und den Reißverschluß auf beiden Seiten feststeppen.

Und... die Ausschnittkanten mit dem Futter verstürzen.

Nun die restliche Seitennaht schließen. Vom Oberstoff mit Volumenvlies direkt übergehend zum Futter. Das Futter jedoch nicht bis dicht vor den Reißverschluß schließen sondern eine Öffnung übrig lassen, die groß genug zum Wenden des ganzen Schlafsacks ist. Die Wendeöffnung dann per Hand zunähen.

Und hier noch das fertige Ergebnis:

Als Grundschnitt ist der besagte Burdaschnitt verwendet. Jedoch habe ich die Einkräuselung vorne weggelassen und statt dessen zwei Teilungsnähte eingefügt und eine Borte zwischengefasst.

Und von innen schaut es dann so aus!


Nachtrag:
Zwischenzeitlich haben wir das fertige Schlafsäckchen auch eingeweiht und ich habe mit Entsetzen festgestellt, dass der Halsausschnitt bei der unteren Knopfposition viel zu eng von Burda angegeben ist- jedenfalls für unseren Geschmack: der Ausschnitt läuft praktisch direkt am Hals. Sehr ärgerlich, zumal ich bereits zwei Schlafsäckchen nach diesem Schnitt habe. Was machen also... ich habe den Halsausschnitt in der vorderen Mitte um ca. 1,5 cm vertieft und zu den Trägern auslaufen lassen. Das ging im nachhinein natürlich etwas schwierig. Bei diesem Schlafsäckchen war per Hand nähen angesagt - die Druckknöpfen waren natürlich schon drin. Aber jetzt... sind wir allesamt zufrieden :-)

Freitag, 30. Oktober 2009

Dinkelmäuschen für kleine Zwerge

Diese netten Gesellen warten schon eine ganz Weile auf Ihren Einsatz als kleine Aufmerksamkeit für das Geburtsvorbereitungsnachtreffen. Diese Woche hat das letzte Mäuschen sein neues Heim gefunden.

Idee und Schnitt könnt Ihr hier finden. Allerdings sind meine ein bisserl vergrößert und besitzen ein seperates Körnerkissen. Zum Füllen selbst habe ich Biodinkel verwendet.

Hier sieht man das Innenleben der Dinkelmäuse: Ich habe einfach einen Besatz angenäht mit Klettbandverschlüssen. Die eine Hälfte des Besatzes wird über das Dinkelkissen gelegt, dann kann man das Mäuschen verschliessen. Und waschbar ist das Äußere auf diese Art und Weise auch. Für alle Fälle.

Samstag, 24. Oktober 2009

Babyschlafsack Burda 12/2006 der II.


Zur Zeit gibt es bei mir eine innerliche To-do-Liste und da steht das Schlafsäckchen ganz oben, denn die kleine Madame wächst und gedeiht ganz prächtig, so dass sie aus den aktuellen zwei Schlafsäckchen bald herausgewachsen sein wird. Eins haben wir schon in der nächsten Größe und nun soll zum Wechseln noch ein Zweites entstehen.


Als Stoffe verwende ich einen hellblauen Baumwollnicki und ein.... ich nenne es mal Einschlagtuch, dass ich geschenkt bekommen habe - wer in Frankreich schon einmal gewesen ist und dort gesehen hat wie die Betten gemacht werden, weiß wahrscheinlich was ich meine.



Auf Anhieb hat glücklicherweise meine erste größere Applikation geklappt. Hierzu habe ich den  Applikationsstoff mit einer leichten Gewebeeinlage verstärkt und mit Sprühkleber versehen aufgelegt. Um mir das Positionieren des Motivs etwas zu erleichtern, habe  ich den Herzrahmen mit einer großzügigen "Nahtzugabe" versehen aufgezeichnet und entsprechend aus dem Stoff ausgeschnitten. Auf dem  Schnitteil  aus Nicki habe ich mir den Herzrahmen  analog markiert, so dass ich beim Sticken nur noch beide Herzen aufeinanderlegen mußte. 



Sonntag, 18. Oktober 2009

Ottobre 5/06 Wickelshirt, Rockhose & Body

Sodelle... hier also das erste "richtig" mädchenhafte Outfit für unsere Maus: Wickelshirt Modell 2, Rockhose Modell 3 und Body Modell 1 - alles aus Ottobre 5/2006.

Am Body wie auch der Jacke sind die Kanten mit Bündchenware eingefasst. Das war... ein wenig tückisch... der erste Versuch sah nicht wirklich gut aus: die Kanten wirkten ausgeleiert. Nein... so sollte es nun doch nicht aussehen. Also wieder abgetrennt *hmpf* Ich habe dann einen neuen Versuch gestartet und das Bündchen erstmal gebügelt, so dass es ausgedehnt war und dann nochmal probiert. Siehe da - es klappte!

Die eingefassten Kanten sind kontrastfarben gecovert, der Wellensaum ist ebenfalls farbig betont. Auf dem Wickelshirt flattern drei bunte Schmetterlinge. Die Hose hat im Original keine Bündchen an den Hosenbeinen, gefiel mir aber besser so zu mal der Bund der Hose ebenfalls gelb ist. Die Satinbänder sind ein wenig schmaler - 7mm statt 1 cm - fand ich ausreichend und auch ca. 3 cm kürzer.

Ach ja... die Hose gibt es auch in einer süßen Bubenvariante ;-)

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Strickpullunder & Shirt

Auch schon ein Weilchen fertig, aber das Fotografieren gestaltet sich zur Zeit ein wenig ... nun ja... schwierig ;-)


Am Ende der Schwangerschaft habe ich den Pullunder angefangen zu Stricken. Schließlich sind Stricksachen nicht so paßformsensibel wie beispielsweise eine Bluse oder Hose. Irgendwie... hatte ich einfach Lust auf etwas "normales" für mich und der Pullunder Modell 17 aus dem Lana Grossa Heft Merino Ausgabe 4 hatte es mir sofort angetan. Nur nicht das abgebildete kiwigrün. Ein schöner Beerenton sollte es für mich sein.


Und zum darunterziehen gab es noch ein Shirt nach bereits bewährten Schnitt: Modell 107 aus Burda 12/2006. Präsentiert wird das Shirt übrigens von meiner Minna, meiner neuesten Errungenschaft :-) Einer Schneiderpuppe - lange habe ich sie mir gewünscht, nun tut sie endlich ihren Dienst bei mir!

Ein paar kleine, weitere Änderungen gab es dennoch - größtenteils, um das ansonsten schlichte Shirt ein wenig aufzupeppen:

Den Ausschnitt habe ich um ca. 2 cm verkleinert und einen Schlingenverschluß in der Mitte eingearbeitet. Der Schlingenverschluß entstand sozusagen im Experiment ;-)

Gearbeitet ist er wie ein Ärmelschlitz, der Jersey ist mit Gewebeeinlage verstärkt. Man sieht noch ein gutes Stück davon - ich war mir anfangs mit der Länge des Schlitzes nicht sicher und so ist noch ein Teil davon sichtbar. Eingefasst sind die Kanten mit einem Schrägband:
Schrägband längs zur Hälfte bügeln, dann rechts auf rechts auf den Schlitz aufsteppen, nach innen klappen und nochmal schmal absteppen.

Mmmhh... im nachhinein hätte ich das Schrägband ein wenig schmaler machen sollen, aber am Ende... ist man immer schlauer.

Säume und Ausschnittkante sind mit einem von links gesteppten 3-fach Coverstich betont. Die Naht- bzw. Saumzugaben sind vorher versäubert worden.

Ach ja, weil es mir gerade noch einfällt. Die Ärmel sind nochmal ein wenig enger genäht, damit es bei den Armauuschnitten vom Pullunder nicht so knäult.


Freitag, 2. Oktober 2009

Gestrickte Baby-Ballerinas

Ich hab's geschafft, es ist tatsächlich mal wieder etwas fertig geworden!

Um diese Schühchen bin ich schon sooooo lange herumgeschlichen. Als ich sie gesehen habe wollte ich sie eigentlich sofort stricken, aber da wir nicht genau wußten, was es wird mußte ich mich gedulden - ein Nähoutfit bei dem es mir ähnlich ging, ist auch gerade in Arbeit, aber da brauche ich noch ein bißchen...

Die Anleitung ist aus dem Büchlein Baby-Schühchen stricken von Helga Spitz. Da meine Wolle ein wenig dünner und Nina mittlerweile schon ein wenig größer ist als angegeben, habe ich in der Sohle einfach ein paar Reihen mehr gestrickt und somit auch mehr Maschen aufgenommen. Den Rest kann man dann Analog der Anleitung fertig stellen. Das Büchlein enthält 15 Modelle für Schühchen, die Anleitungen sind gut verständlich und es sind schon eine ganze Reihe Schühchen aus dem Buch entstanden. Zwei Modelle treffen nicht ganz meinen Geschmack, sie sind aus Fransengarn gestrickt und mir einfach zu wuschelig, aber da kann man ganz einfach ein anderes Garn nehmen.